Die Textur der Liebe

18. 9. 2007 // // Kategorie Randnotizen 2007

ich: ich glaube …

lotte: bitte nicht.

ich: erst zuhören, dann, wenn nötig, kommandieren.

lotte: reicht es nicht, dass dein schwanz immer nur halb gesteift ist und ständig aus mir fällt?

ich: ich habe keine bedenken meinem körper gegenüber.

lotte: ich habe keinen körper, in den dein nichtbedenken passt. ich will dich konzentrierter. ich glaube, ich brauche einen neuen körper für meine hände.

ich: ich glaube …

lotte: du bist mir nicht seltsam genug.

emilia: lieben bedeutet immer innerhalb und außerhalb der liebe zu stehen. abhängigkeiten und verlustgedanken und teamarbeit gilt es zu initiieren, aber es gilt auch, sie auch von außen zu beobachten und zu bewerten. die textur der liebe, wenn man also über ihre oberfläche streichen könnte, bestünde aus geschichten, die sich die liebenden zu erzählen haben. erinnerungen, erfahrungen etcetera.

ich: in diesem land ist immer krieg und umsturz.

emilia: nicht notieren und neuerfinden – sehen und sagen.